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Die Engelsburg

'Kleine Seele, schweifende, zärtliche Gast und Gefährtin des Leibs, die du nun entschwinden wirst dahin wo es bleich ist, starr und bloß und nicht wie gewohnt mehr scherzen wirst' Kaiser Hadrian

Kaiser Hadrian beauftragte im Jahre 135 nach Christus den Architekten Demetrianus mit den Bau seines eigenen Grabmals - der heutigen Engelsburg. Das Mausoleum wurde 139 nach Christus fertiggestellt und weist Baustile der Etrusker auf. Allerdings verstarb Kaiser Hadrian ein Jahr zuvor und Antonius Pius beendete den Bau.

Um das Hadriangrabmal, die Engelsburg, mit anderen Stadtteilen von Rom zu verbinden, wurde eine Brücke über den nahe gelegenen Tiber gebaut. Engelstatuen zieren beidseitig die Brücke, die daher auch ihren Namen 'Ponte Sant Angelo' - die Engelsbrücke hat.

Blick von der Engelsbrücke auf die Engelsburg

Den Namen Engelsburg (Castel Sant Angelo) erhielt das Mausoleum von Papst Gregor I., der nah des Hadriangrabmals die Erscheinung des Erzengels Michael sah, woraufhin er das Ende der in Rom herrschenden Beulenpest verkündete. Tatsächlich wütete die Pest in Rom nach neuzeitlichen technischen Untersuchungen bis ins 8. Jahrhundert hinein.

Ein kleine Kapelle wurde an der Stelle errichtet, an der der Engel dem betenden Papst Gregor I. erschien. Um die Erscheinung und Verkündung des Erzengels für die Nachwelt festzuhalten wurde im Jahre 1753 eine große Bronzestatue des Erzengels Michael auf dem Turm der Engelsburg aufgestellt.

Die hübsche Anlage der Engelsburg - Castel Sant Angelo. Rundum verlaufen noch die Burggräben

Die Engelsburg wurde im 6. Jahrhundert vom Gotenkönig Totila, aufgrund der guten Lage, als Stützpunkt zweckentfremdet und umgebaut. Später nutzten sie Päpste - ab dem 10. Jahrhundert - als Fluchtpunkt. Die Engelsburg gehörte somit nicht mehr den Römern sondern dem Vatikan. Ein langer unterirdischer Gang verband das Castel Sant Angelo mit dem Vatikan. Drohte den Päptsen Gefahr, konnten sie so unerkannt zur Festung fliehen.

Die Bronzestatue des Erzengels Michael

Wenig später erkannten auch die Inquisatoren den Nutzen der Engelsburg und benutzten sie als Gefängnis. Die wohl berühmtesten Gefängnisinsassen waren der Astronom, Mathematiker und Philosoph Galileo Galilei und der Priester und Philosoph Giordano Bruno der auf dem Scheiterhaufen verbrannt wurde.

Die Engelsbrücke Ponte Sant Angelo über den Tiber

Die Engelsburg gehört seit 1870 wieder den Italienern. In der Engelsburg befindet sich das Museo di Castel Sant Angelo. Hier lohnt sich der Eintrittspreis, denn die 58 unterschiedlichen Räume (u.a. Waffenkammer, Bibliotheken, Kapelle, Schatzkammern) mit ihren Fresken sind ebenso beeindruckend wie der 128 m lange Weg zur Grabkammer des Kaisers Hadrian und seiner Frau. Von der oberen Plattform erhält man übrigens einen wunderbaren Ausblick über den Tiber, die Engelsbrücke und über Rom bishin zum Vatikan.

Eine der Engelsstatuen der Engelsbrücke

Sofort wird dem Besucher die Vergangenheit und die damit verbundenen Geschichten der Engelsburg bewußt. Weitere Cesaren wie Kaiser Antonius Pius mit seiner Frau, Faustina die Jüngere (Tochter des Antonius Pius und Ehefrau von Mark Aurel), Kaiser Lucius Versus, Kaiser Mark Aurel, Kaiser Commodus, Kaiser Septimius Severus und Kaiser Caracalla sind in der Engelsburg beigesetzt.

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